Verhaltenstherapie und Therapiebegleithund

Verhaltenstherapie – was ist das?

Ist sie nur „symptomorientiert”, geht nicht an die wirklichen Ursachen heran?
Geht es wirklich nur um das Verhalten?

Das sind beliebte Vorurteile, die nicht der Realität entsprechen.
Deshalb eine kurze Erklärung dazu aus meiner Sicht:
Die Verhaltenstherapie ist nicht nur, wie der Name irrtümlich denken lässt, auf das Verhalten allein ausgerichtet. Es werden auch Ihre Lebensgeschichte, frühere Kindheits- und Jugenderlebnisse, Einstellungen, die daraus entstanden sind, Ihre Gefühle, Bedürfnisse, Hoffnungen und Wünsche berücksichtigt.

Die Therapie ist sehr transparent, d.h., Ihnen wird die Wirkung der Methoden erläutert, Sie behalten den Überblick über den Fortgang und können jederzeit gleichberechtigt die Ziele und Vorgehensweisen der Therapie beeinflussen. Außerdem werden Sie nicht passiv behandelt, sondern gestalten aktiv den therapeutischen Prozess durch therapeutische alltagsbegleitende Übungen (sog. „Hausaufgaben”) mit.

Themen können z.B. sein: Selbstorganisation und Selbstfürsorge, Achtsamkeitsübungen, Problemlösestrategien, Stressmanagement und aber auch Verhaltensanalysen zur Veränderung im Alltagserleben.

Integrative Therapie – was ist das?

Die integrative Psychotherapie geht davon aus, dass die individuelle Einmaligkeit eines Menschen und seiner Lebenssituation es erfordern, dass man in jedem Einzelfall einen individuellen, maßgeschneiderten Therapieansatz entwickelt, der auch flexibel an den Therapiefortschritt angepasst und verändert wird. Der Realitätsrahmen (Zeit, Mittel, Rahmenbedingungen) muss dabei ebenso berücksichtigt werden, wie der ganze Mensch: Körper, Geist, Seele, in seiner Umwelt. Wichtige Bezugspersonen werden – soweit gewünscht, hilfreich und bereit – einbezogen.

So versuche ich aus beiden Therapierichtungen für Sie das Beste herauszuholen!

Ergänzt wird mein Angebot aus den Inhalten meiner unterschiedlichen Fortbildungen, z.B. Schematherapie (nach Young) und meine Achtsamkeitsausbildung (MBSR).

Therapiebegleithund

Mein “Kollege”, der fast jede Therapie begleitet, ist der Therapiebegleithund Teddy, ein Bolonka zwetna, der kleiner als so manche Katze ist. Er begrüßt freudig jeden “Besucher”, möchte manchmal “bespielt” werden und schläft ansonsten viel. Die Gegenwart eines friedlich schlafenden oder spielenden Tieres kann sehr wohltuend auf Körper und Seele wirken – das kann den Therapieprozess sehr unterstützen. Er ist im Übrigen allergiefrei, d.h. auch bei einer vorhandenen Hundeallergie wird er in der Regel nicht reizauslösend wirken. Bei sehr starken Allergien empfiehlt es sich, ihn nur nicht zu streicheln…

Ein sogenannter Therapiebegleithund hat viele Besonderheiten: er ist wertfrei, er ver- und beurteilt nicht, er freut sich über jeden Menschen. Er ist neugierig, offen und kontaktfreudig und geht fröhlich auf jeden zu. Er wartet und achtet auf die geringsten Zeichen der Annäherung und nimmt diese auf. Er regt (fast) immer zum Sprechen oder Reagieren an… Er bündelt die Konzentration und verzeiht immer wieder. Der Hund kann eine Brücke bilden, eine Gemeinsamkeit zwischen der Gruppe und der Therapeutin, dies kann die Kontaktaufnahme erleichtern und er erzählt nichts weiter. Zusätzlich kann er angstlösend und deeskalierend wirken. Außerdem haben Hunde einen positiven Einfluß auf die Ausschüttung von Stresshormonen. Das “Journal of Psychosomatic Medicine” veröffentlichte eine aktuelle Studie, in der die Ergebnisse die Auswirkungen der Hunde auf die Blutwerte von Menschen zeigen. Eine geringere Menge von Stresshormonen (Cortisol) wurde nachgewiesen, dieser Effekt zeigt sich automatisch in Gegenwart von Hunden und wird nicht bewusst hervorgerufen. Desweiteren wurde ein schützender Effekt gegenüber Depressionen nachgewiesen. In den USA ist der Einsatz von Tieren in der Therapie schon weit verbreitet…